Der Ja-/Nein-Sager
Über das Spiel
Beschreibung
Ein Spieler (A) wird zum „Ja/Nein-Sager“ – seine gesamte Sprache reduziert sich auf diese beiden Wörter. Der andere Spieler (B) muss die Szene vorantreiben, indem er A Angebote macht, die dieser annehmen (oder selten ablehnen) darf. Die Herausforderung: Wie lebendig wird eine Szene, wenn einer nur mit Ja oder Nein antwortet?
Ablauf & Instruktionen
Ablauf
- Spieler A ist der „Ja/Nein-Sager“ – er darf nur „Ja“ oder „Nein“ sagen.
- Spieler B improvisiert normal und macht A konkrete Angebote.
- Beispiel:
- B: „Lass uns Pizza bestellen!“
- A: „Ja.“
- B: „Mit Ananas?“
- A: „Nein.“
- Variation: A darf nur „Ja“ oder nur „Nein“ sagen – wie verändert sich die Szene?
💡 Tipps für die Spielleitung
Anmerkung
- Tipps:
- B soll klare, handlungsorientierte Angebote machen (z. B. „Gehen wir ins Kino?“).
- A sollte „Nein“ sparsam einsetzen, um die Szene nicht zu blockieren.
- Reflexionsfragen:
„Wie fühlt es sich an, nur mit Ja/Nein zu antworten? Wie kreativ wird B, um die Szene am Laufen zu halten?“
- Metaebene: Die Übung zeigt, wie Minimalsprache Dynamik schafft – und wie Angebote eine Szene tragen.
- Erweiterungen:
- Rollentausch: Nach der Hälfte wechselt die Rolle von A und B.
- Dritter Spieler als „Übersetzer“, der As „Ja/Nein“ in ganze Sätze umdeutet.
- Vereinfachung:
- B darf A direkte Fragen stellen (z. B. „Magst du Eis?“), um den Fluss zu erleichtern.