Setting-Variation
Über das Spiel
Beschreibung
Eine Szene wird zweimal gespielt – doch ein kleines Detail verändert alles. Erst wird ein Setting (Ort, Zeit, Rollen) festgelegt und eine Szene improvisiert. Dann wird ein Element des Settings umgedreht (z. B. Tag statt Nacht, Wüste statt Stadt), und die Szene wird neu gespielt. Die Frage: Wie sehr beeinflusst ein einziges Detail die ganze Dynamik?
Ablauf & Instruktionen
Ablauf
- Schritt 1: Setting festlegen (z. B. „Winter, 1920, Bahnhof in Berlin“).
- Schritt 2: Szene improvisieren (oder textbasiert spielen).
- Schritt 3: Ein Detail ändern (z. B. „Sommer statt Winter“).
- Schritt 4: Szene neu spielen – und beobachten, wie sich Stimmung, Dialoge und Handlungen verändern.
💡 Tipps für die Spielleitung
Anmerkung
- Tipps:
- „Fang mit klaren Kontrasten an!“ (z. B. reich vs. arm, Freunde vs. Feinde).
- Nach der Szene fragen: „Wie hat sich eure Rolle angefühlt? Was war anders?“
- Reflexionsfragen:
„Wie hat das neue Setting eure Beziehungen verändert? Welche Details haben die Szene plötzlich komisch oder dramatisch gemacht?“
- Metaebene: Die Übung zeigt, wie Kontext Bedeutung schafft – und wie kleine Änderungen große emotionale Wirkung haben.
- Erweiterungen:
- Mehrere Details ändern (z. B. „1920 wird zu 2020 und Berlin wird zu Tokio“).
- Zufallsgenerator: Ein Würfel entscheidet, welches Setting-Element geändert wird.
- Vereinfachung:
- Alltagshandlung vorgeben (z. B. „Einkaufen im Supermarkt“), um den Fokus auf das Setting zu lenken.