Gehmeditation
Über das Spiel
Eine stille Reise zu dir selbst – nur mit deinen Schritten, deinem Atem und deinen Gedanken. Diese Meditation verbindet Gehen, Fühlen und Loslassen. Ohne Musik, aber mit bewusster Bewegung und innerer Beobachtung findest du deinen Rhythmus, lässt Gedanken los und kehrst erfrischt in den Moment zurück.
Ablauf & Instruktionen
1. Ankunft im Hier und Jetzt
- Beginne langsam zu gehen und frage dich:
- „Wo komme ich gerade her?“
- „Wie geht es mir gerade?“
- Lass deine Gedanken kreisen – ohne sie zu bewerten.
2. Gedanken im Gangbild ausdrücken
- Übersetze deine Gefühle in Bewegung:
- Geh schwer, wenn du müde bist.
- Geh leicht, wenn du freudig bist.
- Geräusche sind erlaubt (z. B. Seufzen, Summen).
3. Gedanken ablegen
- Streif sie ab wie Staub:
- „Lauf“ sie weg oder wedle sie mit den Händen* von dir.
- Stell dir vor, die Luft klärt sich – gemeinsam mit allen anderen.
4. Gleichmäßiges Gehen finden
- Kehre zurück zu einem ruhigen, gleichmäßigen Schritt.
- Spüre den richtigen Moment, um stehenzubleiben – und dann weiterzugehen.
5. Selbstbeobachtung
- Betrachte dich von außen: Wie siehst du aus? Wie fühlst du dich?
6. Verharren und zurückkehren
- Bleib komplett stehen – verharre in der Stille.
- Öffne die Augen, gähne, schüttle dich – komm zurück in den Raum.
7. Tanz der Befreiung
- Musik beginnt – alle recken und strecken sich tanzend.
- Für sich allein oder miteinander – Nachmachen ist erlaubt!
💡 Tipps für die Spielleitung
- Tipps:
- „Gehe barfuß, wenn möglich – es verstärkt die Verbindung zum Boden.“
- „Atme tief ein, während du die Gedanken abstreifst.“
- Reflexionsfragen:
„Welche Gedanken sind dir besonders aufgefallen? Wie hat sich dein Gang verändert, als du sie losgelassen hast?“
- Metaebene: Die Übung zeigt, wie Bewegung und Stille zusammenwirken, um Klärung zu schaffen.
- Erweiterungen:
- Partnerübung: Geht Rücken an Rücken und spürt eure Schritte aufeinander abgestimmt.
- Naturvariante: Draußen durchführen – Barfuß auf Gras oder Sand.
- Vereinfachung:
- Augen schließen, um sich besser auf die inneren Bilder zu konzentrieren.
- Nur 3 Gedanken zulassen – dann bewusst loslassen.