Archiv – Theatergruppe Sand

Wir sind die Theatergruppe Sand. Mit unserer dynamischen Gemeinschaft sorgen wir für kreatives und unterhaltsames Theater.

Blindes Erkunden

Schwierigkeit: | Spieler: Variabel

Über das Spiel

Mit geschlossenen Augen wird der vertraute Raum zur unbekannten Landschaft. Durch Laufen oder Kriechen erkundest du die Umgebung neu – nur mit deinen Händen, Ohren und deiner Intuition. Jede Berührung, jedes Geräusch wird zur Entdeckung. Sicherheit, Unsicherheit und Neugier wechseln sich ab – doch am Ende steht ein tiefes Raumgefühl und vielleicht sogar Stille im Chaos.

Ablauf & Instruktionen

1. Vorbereitung

  • Setze dich hin und schließe die Augen.
  • Atme tief – spüre deinen Körper und den Raum um dich herum.

2. Erkunden beginnen

  • Steh auf und bewege dich langsam durch den Raum.
    • Laufen oder Kriechen – wie es sich für dich richtig anfühlt.
  • Berühre Gegenstände und Wände:
    • „Was ist das für eine Oberfläche?“ (glatt, rau, kalt?)
    • „Was könnte sich dahinter verbergen?“

3. Begegnungen

  • Triffst du auf eine andere Person, berühre kurz ihre Hände – dann gehe weiter.
  • Keine langen Gespräche – nur ein kurzes Innehalten.

4. Wahrnehmung vertiefen

  • Höre genau hin: Welche Geräusche gibt es? (Schritte, Atmung, Rascheln)
  • Spüre deinen Körper: Wo fühlst du dich sicher? Wo unsicher?

5. Loslassen und ankommen

  • Wenn du möchtest, setz dich wieder hin.
  • Öffne die Augen – wie sieht der Raum jetzt aus?

💡 Tipps für die Spielleitung

  • Tipps:
    • „Gib dir kleine Aufgaben!“ (z. B. „Finde eine Ecke“, „Zähle deine Schritte“).
    • „Lass dich überraschen!“ – Wenn du unsicher wirst, atme durch und geh weiter.
  • Reflexionsfragen:

„Wie hat sich deine Wahrnehmung verändert? Wo hast du dich verloren – und wo gefunden?“

„Welche Strategien hast du entwickelt, um dich zu orientieren?“

  • Metaebene: Die Übung zeigt, wie Vertrauen in den eigenen Körper wächst – und wie Unsicherheit zu Neugier werden kann.
  • Erweiterungen:
    • Führer und Geführter: Eine Person führt die andere (mit geschlossenen Augen) durch den Raum.
    • Geräusche einbauen: Klatschen, Summen oder Flüstern, um den Raum „hörbar“ zu machen.
  • Vereinfachung:
    • Augenbinde nutzen, falls das Schließen der Augen schwerfällt.
    • Begrenzten Bereich vorgeben (z. B. nur eine Raumecke).