Atemforscher
Über das Spiel
Beschreibung
Zu zweit wird der eigene Atem zum Forschungsgegenstand: Die „atmende Person“ sitzt aufrecht und spürt, wie sich ihr Atem verändert, wenn die „unterstützende Person“ die Hände an verschiedene Körperstellen legt. Seitliche Rippen, Brustbein, Schultern oder Bauch – jede Berührung beeinflusst die Tiefe, den Rhythmus und die Wahrnehmung des Atems. Ein stilles Gespräch zwischen Körper, Atem und Berührung.
Ablauf & Instruktionen
Ablauf
1. Vorbereitung
- Paare bilden: Eine\*r ist die „atmende Person“, die andere die „unterstützende/beobachtende Person“.
- Haltung einnehmen:
- Die atmende Person sitzt aufrecht auf der Stuhlkante (Rücken frei, nicht angelehnt).
- Augen schließen (optional) – Fokus auf den Atem.
2. Atem-Erforschung
Die unterstützende Person legt nacheinander die Hände auf folgende Stellen – jeweils 3–5 Atemzüge lang:
- Seitliche Rippen (unter den Armen):
- „Spüre, wie sich die Rippen beim Einatmen weiten…“
- Brustbein & oberer Rücken:
- „Fühlt sich der Atem hier flacher oder tiefer an?“
- Schultern (seitlich):
- „Lassen die Schultern beim Ausatmen los?“
- Bauch & unterer Rücken (Lendenwirbelbereich):
- „Atmet der Bauch wie eine Welle?“
3. Austausch & Rollentausch
- Erfahrungen teilen:
- „Wo war der Atem am freiesten?“
- „Hat sich der Rhythmus verändert?“
- Rollen wechseln – jetzt ist die unterstützende Person an der Reihe, zu atmen.
💡 Tipps für die Spielleitung
Anmerkung
- Tipps:
- „Leg die Hände sanft auf – ohne Druck!“ (wie eine Feder).
- „Atme natürlich!“ – Keine erzwungene Tiefe, nur Beobachtung.
- Reflexionsfragen:
„Wo hast du den Atem am stärksten gespürt? Wie hat sich die Berührung auf deine Stimmung ausgewirkt?“
- Metaebene:
Die Übung zeigt, wie Berührung und Aufmerksamkeit den Atem verändern – und wie Körper und Atem im Dialog stehen.
- Erweiterungen:
- „Atem-Malerei“: Die atmende Person zeichnet nach der Übung, wie sich der Atem anfühlte.
- „Dritter Beobachter“: Eine\*r beschreibt, was sie\er an Atembewegungen sieht.
- „Atem-Geräusche“: Die atmende Person summt oder flüstert beim Ausatmen.
- Vereinfachung:
- Nur 2 Handpositionen (z. B. Rippen + Bauch).
- Augen offen lassen, falls Schließen unangenehm ist.