Archiv – Theatergruppe Sand

Wir sind die Theatergruppe Sand. Mit unserer dynamischen Gemeinschaft sorgen wir für kreatives und unterhaltsames Theater.

Wortwandel

Schwierigkeit: | Spieler: Variabel

Über das Spiel

Beschreibung

Ein unbekanntes Fremdwort wird zum Spiegel deiner Emotionen: Du sprichst es nicht nur aus – du lebst es! Mit jedem Schritt und jeder Pose verwandelst du das Wort in Vergnügen, Erschrecken, Neugier, Neid oder Zorn. Eine Übung, die Sprache, Körper und Gefühl verbindet – und zeigt, wie ein Wort zur Bühne wird.

Ablauf & Instruktionen

Ablauf

1. Wort zuweisen

  • Jede\r bekommt ein unbekanntes Fremdwort (z. B. „Quincunx“, „Petrichor“, „Defenestration“*).
  • Laut aussprechen – wie klingt es? Wie fühlt es sich im Mund an?

2. Emotionen durchlaufen

Für jede Emotion (nacheinander) durchläuft ihr diese Schritte:

  • Vorgaben:
    • Vergnügtsein
    • Erschrockenheit
    • Neugier
    • Neid
    • Zorn

Pro Emotion:

1. Gehen – in die Emotion eintauchen

    • „Wie gehe ich, wenn ich vergnügt/erschrocken/neugierig bin?“
    • Tempo, Schrittlänge, Haltung anpassen.

2. Pose einnehmen

    • Körperhaltung festhalten (z. B. hände-ringend bei Neid, aufgeplustert bei Zorn).

3. Aussprache des Wortes vorstellen

    • „Wie würde ich das Wort in dieser Emotion aussprechen?“ (z. B. flüsternd, schreiend, kichernd).

4. Aussprechen

    • Laut und deutlich – mit der Stimme der Emotion.

5. Weitergehen – Emotion loslassen

    • Schütteln, atmen, lächeln – bereit für die nächste Emotion.

3. Reflexion

  • „Welche Emotion hat das Wort am stärksten verändert?“
  • „Wie hat sich dein Gang durch die Gefühle verändert?“

💡 Tipps für die Spielleitung

Anmerkung

  • Tipps:
    • „Übertreib die Emotionen!“ – Je deutlicher, desto besser.
    • „Spiele mit der Stimme!“ – Ein zorniges „Defenestration!“ klingt anders als ein neugieriges.
  • Reflexionsfragen:

„Welche Pose ist dir am leichtesten gefallen? Wie hat das Wort seine Bedeutung für dich verändert?“

  • Metaebene:

Die Übung zeigt, wie Sprache und Körper Gefühle transportieren – und wie ein Wort zur Projektionsfläche wird.

  • Erweiterungen:
    • Partner\*innen raten lassen, welche Emotion gerade gespielt wird.
    • Wörter tauschen – wie klingt „Petrichor“ im Zorn vs. „Quincunx“ in Neugier?
    • Geschichte improvisieren: „Warum schreit die Person ‚Defenestration!‘ vor Neid?“
  • Vereinfachung:
    • Nur 3 Emotionen wählen (z. B. Vergnügen, Erschrecken, Zorn).
    • Wort vorgeben (für alle dasselbe, z. B. „Bumfuzzle“).